LocaliTEA: cold brewed tea

Japan versüßt uns den Sommer mit kalt gebrühtem Grüntee – Mizudashi heißt das Zauberwort.

Starbucks wirbt mit cold brewed coffee – wir bereiten uns den cold brewed tea zu jeder Zeit an jedem Ort selbst zu. Egal, ob im Büro, im Zug, beim Wandern oder im Flugzeug: ein Teebeutel, eine Flasche stilles Mineralwasser, ein Becher zum Mischen – mehr braucht es nicht!

Doch eins nach dem anderen: was ist eigentlich cold brewed tea?

Wie auch bereits in dem Blog berichtet, kann man aus unterschiedlichen Tees wunderbare Eistees machen. Meine bevorzugte Zubereitungsmethode: einen kräftigen Tee zubereiten und mit Hilfe von Eiswürfeln „schockfrosten“, da beim langsamen Abkühlen im Kühlschrank der Tee nachbittern würde. Weiters ist Letzteres ökologisch heutzutage kaum/nicht mehr vertretbar.
Doch was ist nun der Unterschied zu Mizudashi, dem Kaltwassertee?
Mizudashi wird gleich mit kaltem Wasser angesetzt. Katechine und Koffein sind im kalten Wasser weniger gut löslich, dadurch schmeckt der Tee eher süßlich & gar nicht bitter – sogar, wenn man den Teebeutel „vergisst“, was mich zum nächsten Punkt kommen lässt: die Ziehdauer.

Die Meinungen gehen bei Kaltwassertee auseinander:
* in puncto Zubereitung: Die einen sagen, man soll ihn über Nacht ziehen lassen, die anderen, je nach Geschmack mehrere Minuten lang und dafür den Teebeutel mehrfach verwenden. Ist man viel unterwegs, wandert der Teebeutel in den ToGo-Becher & wird im Laufe des Tages immer wieder neu aufgegossen. Das ist doch eine tolle Alternative zu den meisten konventionellen Eistees, die unterwegs erhältlich sind.
Ich habe den Mizudashi im Büro & nutze daher die Möglichkeit des mehrfachen Aufgießens. Die Menge eines Teebeutels reicht für rund 500ml Wasser. Im Falle der Wiener Wasserqualität gibt´s den zusätzlichen Luxus, das Leitungswasser nutzen zu können.
* in puncto Teesorten: welche Tees für Kaltwasseraufgüsse nun geeignet sind & welche nicht – ich bin ganz ehrlich: diese Wertung traue ich mir nicht zu. Ich verlass mich auf die TeehändlerInnen meines Vertrauens & kaufe Mizudashi fertig.
Für die Experimentierfreudigen: einfach ausprobieren und schauen, was passiert. Mehr als „den eher nicht“ wird schon geschmacklich nicht passieren. Man könnte zB auch einmal 4 Gläser mit 4 unterschiedlichen Tees in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag querverkosten? Nur eine Idee.

Der Tee auf dem Bild ist der „Sencha Mizudashi Hoshino“, den es im Cha No Ma in der Verkaufsecke gibt. Ein süßlicher Kaltgenuss mit dem wunderbaren Umami-Geschmack, den der japanische Tee uns auf die Zunge zaubern kann.
Cha No Ma: 1040 Wien, Faulmanngasse 7. Montag bis Samstag geöffnet.

Lasst ihn Euch schmecken & kommt gut durch den Sommer!

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