Sylt

Gewohnheiten neu sortieren – eine Aufgabe

…wenn man sich das Leben umgestaltet…

Der letzte Beitrag ist Monate her. Manchmal passiert eine Sache im Leben und alles muss neu überdacht werden. Bei den einen ist es ein Umzug oder ein Kind. Bei mir ist es der neue Job.
Ja, ich war 17 Monate lang auf Arbeitssuche. Viel Zeit für mich. Die Zeit und vorallem die Energie zu haben, die eigenen Prioritäten zu überdenken, neu zu ordnen und vieles zu ändern, ist ein Luxus. Diese Zeit habe ich mir währenddessen genommen. Ich wusste genau, welche Art von Job ich haben möchte, damit es mir gut geht. Damit ich die Zeit habe, Dinge zu tun, die mir wichtig sind, und dabei in einer Arbeit Geld verdiene, die mich persönlich interessiert und bereichert. Eine Arbeit, auf die ich im Endeffekt lange Zeit hingearbeitet habe. Den Schritt zu machen und meinen alten Job zu verlassen, halte ich für einen mutigen Schritt, den sich nicht jeder traut. Ja, darauf bin ich stolz.
In meiner Arbeitslosigkeit mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, war auch nicht leicht. Vieles hätte dafür gesprochen, “einfach irgendeinen Job” anzunehmen, damit ich wieder Arbeit habe. Aber ich habe noch so viele Jahre Erwerbsdasein vor mir, dass ich das nicht wollte.
Das Durchbeissen hat sich ausgezahlt. Jetzt habe ich den Job, den ich will.

Jetzt habe ich allerdings auch einen ganz anderen Rhythmus – der mir, nebenbei gesagt, mehr liegt, als der Rhythmus der letzten Jahre. Aber das ist eine andere Sache. Die notwendige Konsequenz: ich muss alles neu sortieren: die Hobbies, die Zeit für Freunde und Familie, die Zeit für´s Kochen, für´s Laufen, für´s Bloggen…
Meinen Lieblingstee trinke ich derzeit fast nicht mehr, weil er mehr ein “Abendtee” für mich ist. Abend ist jetzt Arbeitszeit.

Doch ich möchte Euch sagen: es wird sich alles ausgehen. Ich muss mir einfach die Zeit geben und mir eingestehen, dass Veränderung von Gewohnheiten eben dauert. Das geht nicht von heute auf morgen. Geduldig mit sich selbst sollte man ebenfalls sein. (Leichter gesagt als getan, ich weiß.)

Ich kann Euch jedenfalls nur ermutigen, wenn Ihr etwas ändern wollt:
1. Traut Euch!
Angst vor dem Schritt zur Veränderung hat jeder, aber wenn man dran bleibt, macht man sich selbst glücklicher. Der Moment, in dem die Veränderung erfolgreich ist, ist unbeschreiblich.
2. Erzählt Euren Freunden und Eurer Familie davon!
Ihr werdet die seelische Unterstützung bis zur Einstellung des Erfolges benötigen. Ich hätte es alleine vielleicht nicht geschafft.
3. Lasst Euren Gewohnheiten Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen!
Was Euch vorher wirklich wichtig war, wird auch nachher einen Platz finden.
4. Viel Spaß bei der Reise! Es ist ein aufregendes Abenteuer!

In diesem Sinne: danke für´s Lesen & die Geduld, weil Ihr so lange nichts von mir gelesen habt. Ich werde auch wieder den Platz und die Zeit für´s Bloggen finden. Weil es mir wichtig ist.

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